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Intermezzo | Das Begehren der Objekte: Sklaverei und das Sexualleben von Maschinen

Aufzeichnung des Intermezzos „Das Begehren der Objekte: Sklaverei und das Sexualleben von Maschinen“ vom 23. Januar 2021, das im Rahmen des Symposiums „Future Bodies from a Recent Past—Sculpture, Technology, and the Body since the 1950s“ stattfand.

Louis Chude-Sokei ist ein Autor und Wissenschaftler, der zum Verhältnis von Technologie und „race“ forscht. Während die westliche Moderne auf einer binären Unterscheidung dieser beiden Konzepte aufbaut – einerseits die rationale, anorganische, industrielle Technologie, andererseits der primitive, hyperorganische und sexuell aufgeladene Schwarze Körper –, entwickelt Chude-Sokei in seinen Texten eine präzise Analyse ihrer parallelen Geschichten und kulturellen Bezüge. Mit Beispielen aus der Populärkultur und Literatur, aber auch anhand neuester technologischer Entwicklungen macht er ihre gemeinsame Geschichte der Verdinglichung sichtbar. Denn erst die Definition von Sklav:innen, Automaten und Robotern als nicht menschlich oder nur nahezu menschlich ermöglicht das weiße Verständnis vom Menschen. Dem setzt er eine kreolische Perspektive der Vermischung entgegen.

 

Sprecher:in

Louis Chude-Sokei | The Desire of Objects: Slavery and the Sex-Life of Machines

 

Symposium

Future Bodies from a Recent Past—Skulptur, Technologie, Körper seit den 1950er-Jahre

 

Abb.: BINA48 (Breakthrough Intelligence via Neural Architecture 48), robotic face combined with chatbot functionalities, owned by Martine Rothblatt’s Terasem Movement, and modeled after Rothblatt’s wife, Hanson Robotics, 2010