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Die Sammlung

Die Sammlung Brandhorst beherbergt über 1.200 Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler und spannt einen Bogen von den späten 1950er-Jahren bis in die Gegenwart. Die europaweit größte Kollektion von Werken Andy Warhols und die weltweit einzigartigen Bestände von Cy Twombly sind die Eckpfeiler der Sammlung. Weitere Schwerpunkte bilden die herausragenden Bestände zu Künstlerinnen und Künstler der Neo-Avantgarde wie Sigmar Polke, Gerhard Richter oder Bruce Nauman und der Postmoderne wie Jeff Koons, Mike Kelley oder Cady Noland sowie Werkgruppen internationaler Positionen der zeitgenössischen Malerei wie Laura Owens, Jacqueline Humphries, Monika Baer oder Wade Guyton. Durch einen jährlichen Ankaufsetat ermöglicht es die Udo und Anette Brandhorst Stiftung dem Museum seine Sammlung zeitgenössischer Kunst systematisch und programmatisch kontinuierlich zu erweitern. Erfahren Sie hier mehr über die spannende Geschichte der Sammlung und welche Werke gerade im Museum ausgestellt sind.

Die Geschichte der Sammlung

Die Geschichte der Sammlung Brandhorst beginnt im Jahr 1972. Anette Petersen, spätere Brandhorst, und Udo Brandhorst waren gerade nach Köln gezogen. Kennengelernt hatte sich das Paar 1965 in München, und schon bald das Sammeln von Kunst als eine gemeinsame Leidenschaft entdeckt. Mit einigen sporadischen Ankäufen aus der klassischen Moderne machten sie einen Anfang, um sich dann ganz für Gegenwartskunst zu entscheiden. Auf diesem Feld hatten die beiden denselben Favoriten: den US-Amerikaner Cy Twombly.

 

Zwischen dem Paar und Twombly entwickelte sich eine tiefe Freundschaft, die auch dazu führte, dass die Brandhorsts viele seiner Arbeiten bereits in seinem Studio zu sehen bekamen. Aber Twombly war nur einer der Schwerpunkte der jungen Sammlung. In kurzer Zeit sammelten Udo und Anette Brandhorst eine beeindruckende Menge an Werken der Neo-Avantgarde der 1960er- und 1970er-Jahre von Künstlern wie Georg Baselitz, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Joseph Beuys und Bruce Nauman. Heute bildet dieser Teil eine kongeniale Ergänzung zur Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, die ebenfalls zu den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen gehört.

 

In den 1980er- und 1990er-Jahren erweiterte sich die Sammeltätigkeit des Paares. In den Fokus seines Interesses rückten nun Werke der „kritischen Postmoderne“: jene Weiterführung der Neo-Avantgarde, die sich auf die dunklen, abgründigen Aspekte des kapitalistischen Lebensstils konzentriert. Nun kamen Künstlerinnen und Künstler wie Mike Kelley, Cady Noland, Jeff Koons, Katharina Fritsch, Robert Gober und Damien Hirst in die Sammlung.

 

Mit Andy Warhol entstand darüber hinaus noch ein weiterer großer Schwerpunkt: Die Sammlung Brandhorst besitzt mit mehr als 120 Werken die bedeutendste Auswahl an Arbeiten des Pop Art-Künstlers außerhalb der Vereinigten Staaten.

 

1993 wurde die Udo und Anette Brandhorst Stiftung gegründet, 1999 eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Stiftung und dem Freistaat Bayern unterzeichnet – die Grundlage des Museums, das zehn Jahre später eröffnet werden sollte und dessen Aufgabe es unter anderem ist, die Sammlung zu bewahren, zu erforschen und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

Die Sammeltätigkeit der Stiftung geht unterdessen kontinuierlich weiter. In den letzten zehn Jahren ist die Sammlung von rund 700 Werken auf über 1.200 angewachsen. In der jüngsten Vergangenheit waren es Künstlerinnen und Künstler wie Amy Sillman, Jutta Koether, Wolfgang Tillmans und Arthur Jafa, deren Arbeiten angekauft wurden. Damit entstand ein Korpus, der klare Entwicklungslinien von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis ins Jetzt zeigt.

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