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80333 München

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Forever Young Jubiläumsausstellung 10 Jahre Museum Brandhorst München Ausstellung

Forever Young – 10 Jahre Museum Brandhorst

Ausstellungsreihe „Spot On"

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Ausstellungsreihe „Spot On"

Spot On: R. H. Quaytman

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Das Museum

Architektur

Architektonischer Entwurf

Das Museum Brandhorst ist an der nordöstlichen Ecke des Kunstareals gelegen, das die Alte und die Neue Pinakothek sowie die Pinakothek der Moderne umfasst. Mit seinem Eingang an der Ecke von Türken-  und Theresienstraße verbindet das Museum Brandhorst das Kunstareal mit der geschäftigen Maxvorstadt und dem lebendigen Universitätsviertel.

 

Das Gebäude wurde mit Mitteln des Freistaats Bayern finanziert, Planung und Bau lagen in der Hand des Staatlichen Bauamts München I.

 

Das Gebäude der Berliner Architekten Sauerbruch Hutton besteht aus einem zweigeschossigen, rechteckigen Langbau und einem deutlich höheren und nach Norden verbreiterten Kopfbau über trapezförmigem Grundriss. Die beiden überaus scharf konturierten Teile verbindet ein durchlaufendes Fensterband, das in der großzügigen Verglasung des Haupteingangs mündet. Ein wandhohes Eckfenster schneidet im Nordwesten kühn in den Baukörper ein, sodass das geräumige Foyer mit Museumskasse, Buchladen und Restaurant von drei Seiten belichtet wird und unterschiedliche Ausblicke ermöglicht.

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Eine Sammlung von Räumen

Alle Galerien (mit Ausnahme der Mediensuite) bilden mit ihren weißen Wänden und einem massiven Dielenboden aus dänischer Eiche einen unaufdringlichen Hintergrund für die – vorwiegend an Wänden hängenden – Kunstwerke. Ihr Licht, ihre Farbigkeit und ihre Materialität bieten eine selbstverständliche, leichte Atmosphäre. Ihre Architektur gibt der Kunst Raum, dabei wird gleichzeitig eine solche Vielzahl räumlicher Variation angeboten, dass man bei dem Museum Brandhorst auch von einer “Sammlung von Räumen“ sprechen könnte.

Das Museum Brandhorst wird auf drei Ausstellungsflächen von durchschnittlich neun Metern Geschosshöhe bespielt, die durch eine mit Eichenholz verkleidete Treppe miteinander verbunden sind. Im Obergeschoss befinden sich die großen Säle mit bis zu 450 m² Größe und Hängehöhen bis zu 9 m. Textildecken lenken hier das Licht gleichmäßig in den Raum und bilden das Spiel des sich verändernden Tageslichts subtil ab. Der polygonale Raum über dem Foyer wurde speziell für Cy Twomblys berühmten “Lepanto-Zyklus“ entworfen, um diese zwölf großformatigen Bilder in einer panoramaartigen Hängung präsentieren zu können.

Kleinere Kabinette befinden sich im Erdgeschoss. Sie sind in einer versetzten Enfilade verbunden, sodass sich überraschende Durchblicke auf immer neue Kunstwerke ergeben. Während hier das Tageslicht durch ein Seiten-Oberlicht in die Räume gebracht wird, dringt es in der sieben Meter hohen Quergalerie durch ein großes Fenster von der Seite ein.

Im Souterrain wird der zentrale 460 m² große und 7 m hohe Patio direkt mit Tageslicht von oben belichtet. Die seitlich daran anschließenden Kabinette für Fotografie und Arbeiten auf Papier werden ausschließlich durch künstliches Licht beleuchtet. Die Medien-Suite für Video- und elektronische Kunst im Souterrain ist als Black Box konzipiert.

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Die mehrfarbige Fassade

Die Außenhaut wirkt wie ein abstraktes Gemälde und macht auf die Bedeutung des Gebäudes als Kunstmuseum aufmerksam. Sie besteht aus verschiedenen Schichten, die unterschiedliche Funktionen erfüllen. Vor der Unterkonstruktion und der Wärmedämmung befindet sich eine horizontal gefaltete Blechhaut, deren Feinperforation den Lärm des Autoverkehrs an der Türken- und Theresienstraße absorbiert. Vor der Fassadenfläche wurden 36 000 einzelne Keramikflächen vertikal angebracht. Sie sind in 23 verschiedenen Farben glasiert und teilen sich in drei Familien unterschiedlicher Farbigkeit und Tonalität auf. So entsteht der optische Eindruck, das Haus bestehe aus drei ineinander verzahnten Einzelvolumen.

Die Oberfläche des Hauses verändert sich mit der Bewegung des Betrachters. Zwischen der Schrägsicht, in der sich die vertikalen Keramikstäbe zu einer Fläche zusammenziehen, und der Frontalsicht, bei der der horizontal betonte Hintergrund sichtbar und dominant wird, ergeben sich zahllose Variationen in Materialität und Struktur. Aus der Ferne gesehen vereinen sich die Farbgruppen zu einem neutralen Farbton mit jeweils anderer Helligkeit und eigenem Farbeinschlag. Aus der Nähe betrachtet löst sich jedes dieser Felder wiederum in seine unterschiedlichen Einzelfarben auf.

 

PDF „sauerbruch hutton – Das Museum Brandhorst“

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Museumstechnik

Das Museum Brandhorst birgt eine Fülle von Technik, die für den Besucher unsichtbar bleibt. Die empfindlichen Kunstwerke der Sammlung Brandhorst müssen vor Klimaschwankungen, Staub sowie vor mechanischer Beschädigung oder Diebstahl geschützt werden. Raumklima, Luftreinheit, Lichtschutz und Sicherheit bilden dabei ein ganzheitliches Konzept, das ebenso nachhaltig wie ökologisch angelegt ist. Die jahrzehntelange Erfahrung des Doerner Institutes in Fragen des Museumsbaus trug hier in enger Zusammenarbeit mit den Architekten, Baubehörden und Planern wesentlich zu einem innovativen Konzept bei.

Während konventionell klimatisierte Museumsbauten mit Luft heizen und kühlen, nutzt das Museum Brandhorst die Wände und Böden zur Regulierung der Raumtemperatur. Durch diese sogenannte Bauteilaktivierung wird eine hohe Temperaturkonstanz erzielt.

Im Vergleich zu konventionell klimatisierten Museumsräumen ermöglicht sie zudem geringere Raumtemperaturen. Dieser Effekt ist vom Kachelofen bekannt. Der Besucher empfindet die Galerie, in der er sich gerade befindet, trotz geringerer Lufttemperaturen als gleichmäßig und angenehm warm.

 

Den Luftaustausch übernimmt eine Quelllüftung: Entlang der Wände finden sich Lüftungsgitter, durch die konditionierte Luft in den Galerieraum gelangt. Die Filterung der zugeführten Frischluftanteile verhindert, dass gas- und partikelförmige Luftschadstoffe die empfindlichen Oberflächen der Kunstwerke angreifen. Darüber hinaus übernimmt die Quelllüftung die Regulierung der relativen Feuchte, deren Konstanz für den Erhalt der wertvollen Exponate wichtig ist.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist das lichttechnische Konzept: Im Museum Brandhorst wird Tageslicht der Vorzug vor Kunstlicht gegeben. Mit transparentem Kunststoff bespannte Elemente bilden Lichtdecken, die das optische Bild des Erdgeschosses wie auch der Galerien im Obergeschoss bestimmen. Diese Lichtdecken verteilen das diffuse Tageslicht ebenso wie das hinter den Lichtdecken versteckte Kunstlicht. Unsichtbare Lichtregelungselemente dosieren den Lichteinfall und verhindern hohe, für die ausgestellten Kunstobjekte schädliche Beleuchtungsstärken.

Die Sicherheit der Exponate wird durch ein mehrstufiges Konzept verbürgt, das von der Sicherung der Kunstwerke auf der Wand bis hin zu einer umfassenden Videoüberwachung reicht.

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Ökologie

Was bislang im Museumsbau technisch realisiert wurde, ist heute nicht mehr finanzierbar und angesichts des globalen Klimawandels auch nicht mehr zu vertreten. Das Museum Brandhorst ist einer der ersten, wenn nicht der erste Museumsbau mit einem ganzheitlichen und nachhaltigen ökologischen Konzept.

Dieses lässt sich insbesondere am Klima- und Lichtkonzept sowie an der Fassadengestaltung ablesen. Die heute notwendigen Klimaanlagen mit der dafür erforderlichen Kältetechnik geben meist große Mengen an ungenutzter Energie an die Umwelt ab. Hierzu tragen auch im Erdreich verlegte Fernwärmeleitungen sowie tief gründende, wärmeabgebende Bauwerke bei. Zu Lasten des mikrobiologischen Gleichgewichtes erwärmt sich in innerstädtischen Gebieten das Grundwasser heute auf Werte von über 20°C. Auch im näheren Umfeld des Museums ist das Temperaturniveau ähnlich hoch. Die vorhandene Wärmeenergie des Grundwassers wird deshalb für das Museum Brandhorst genutzt: Wärmepumpen entziehen dem Grundwasser seine Energie, was der Ökologie zugutekommt, und machen diese für die Temperierung des Museum Brandhorst nutzbar.

Die bereits beschriebene Quelllüftung bietet nicht nur museumstechnische Vorteile, sondern spart auch Energie. Im Gegensatz zur konventionellen Mischlüftung verteilt sie die konditionierte Luft mit weit niedrigeren Luftgeschwindigkeiten und benötigt damit geringere Ventilatorleistungen sowie um 50% reduzierte Luftmengen. Für Besucher störende Zugerscheinungen und eine Verschmutzung der Oberflächen der ausgestellten Exponate werden so vermieden.

Auch in Sachen Außenverglasung beschreitet das Museum Brandhorst einen neuen Weg: Die durch die Sonneneinstrahlung erzeugte Wärme muss in konventionellen Bauten durch energiefressende Lüftungen wieder nach außen geschafft werden. Im Museum Brandhorst dagegen reduziert die klug gewählte Außenverglasung über den Galerien des Obergeschosses nicht nur den direkten Einfall des Sonnenlichts, sondern vor allem die Aufheizung der darunter liegenden Räume. Weitere Energie wird eingespart, indem die verbrauchte Raumluft aus den Galerien bis zu den eingehängten Lichtdeckenelementen aufsteigt und so das Zwischendach mitklimatisiert.

Aber auch die neuartige Fassade des Museum Brandhorst liefert einen Beitrag zur Verbesserung der Umweltbedingungen. Wie auch in anderen belebten Großstädten, setzt der stete Verkehrslärm den Bewohnern des Viertels zu. Die aus einem perforierten, gefalteten Blech und den davorgehängten 36.000 Stäben ausgeformte Fassade wirkt dieser Lärmbelastung entgegen: Sie schluckt Schall und reduziert so den Verkehrslärm der umliegenden Straßen.

Eine wohl überlegte Bauphysik und moderne Technologien verwirklichen optimale Bedingungen – Voraussetzung für den langfristigen Erhalt der wertvollen Exponate der Sammlung Brandhorst. Die Betreiber des Hauses, die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und das ihnen angeschlossene Doerner Institut, verfolgen so nicht nur ihre Politik eines „Stable is safe“, sondern in ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung auch zwingende ökologische Ziele: ein nachhaltig reduzierter

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