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‚It matters‘ – Skulptur und Materialität

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Brandhorst Flag Commission: Nora Turato

Dauerausstellung

Cy Twombly im Museum Brandhorst

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Info
Judith Hopf

Phone User 4 (Outdoor)

  • Übersetzter TitelHandybenutzer:in 4 (draußen)
  • Jahr2021/2022
  • MaterialFaserbeton, Edelstahl
  • Maße178 x 44 x 52 cm
  • AusgestelltAktuell nicht ausgestellt
  • CopyrightJudith Hopf. Foto: Elisabeth Greil, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Museum Brandhorst, München

Für Kinder und alle Neugierigen

Bestimmt wurdest du schon einmal von deinen Eltern oder Lehrer:innen ermahnt, gerade zu sitzen? Vielleicht ist dein Rücken durch spannende Sessions an deiner Konsole manchmal etwas krumm geraten? Fällt es dir auch manchmal schwer, wieder ins Hier und Jetzt umzuswitchen? So scheint es auch den Figuren der deutschen Künstlerin Judith Hopf zu ergehen: Wie sie da lässig an der Wand lehnen, ganz und gar mit ihrem Laptop verschmolzen, den sie in der Hand halten oder auf dem Knie balancieren – diese Typen kennen wir doch. Man sieht sie an Haltestellen, in der U-Bahn, im Büro, im Café: Leute, die so in ihr Gerät vertieft sind, dass sie nicht mitbekommen, was um sie herum passiert. Typische Haltung: der gebeugte Nacken, im Englischen auch bekannt als ‚tech neck‘. Sehr schmerzhaft. Wer diese Menschen erreichen will, muss ihnen schon eine Mail schicken.

 

2018 hat Judith Hopf diesem Phänomen die Serie der „Laptop Men“ gewidmet. Zwei davon stehen in unserer Ausstellung herum. Die Skulpturen aus Stahlblech sind stark vereinfacht, dreidimensionale Strichmännchen, weder Mann noch Frau und trotzdem unverkennbar. Die typischen „Laptop-Menschen“ sitzen nicht mehr aufrecht an ihrem Schreibtisch im Büro und machen um 17 Uhr Feierabend. Sie können immer und überall arbeiten – und oft müssen sie es auch. Darauf macht Judith Hopf ebenfalls aufmerksam. Die Grenzen zwischen Beruf und Freizeit verschwimmen, auch weil wir für beides nur noch dieses eine Gerät brauchen. Natürlich wissen wir, wie stark technische Apparate unser Leben beeinflussen, das Lernen, Spielen, Arbeiten, unsere Kommunikation, unsere Haltung. Aber interessieren uns die Gefahren?

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Weitere Werke

Werkabbildung Cy Twombly, Bacchanalia - Fall (5 Days in October), 1977 im Museum Brandhorst in München Teil der Sammlung Brandhorst
Cy Twombly Bacchanalia – Fall (5 Days in October), 1977
Skulptur aus zwei menschlichen Wachsköpfen in Rot und Grün, die Teil der Ausstellung Future Bodies from a Recent Past in München ist.
Bruce Nauman 2 Heads on Base #1, 1989
Metallische Skulptur, auf drei Beinen, die im Rahmen der Ausstellung 'Future Bodies from a Recent Past' am Museum Brandhorst in München ausgestellt wird.
Bruno Gironcoli Ohne Titel (Baby auf drei Beinen), 1992-1996
David Smith Untitled
Werkabbildung Cy Twombly, Bacchanalia - Winter (5 Days in February), 1977 im Museum Brandhorst in München Teil der Sammlung Brandhorst
Cy Twombly Bacchanalia – Winter (5 Days in February), 1977