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Ausstellung

Nicole Eisenman

Mehrere Menschen sitzen in einem Biergarten, im Vordergrund ein Band im Achselshirt, der den Blick auf die Betrachtenden gerichtet hat.

Nicole Eisenman (*1965) brilliert in jedem Medium, nicht aber ohne es zuvor ordentlich gegen den Strich zu bürsten. Traditionen der europäischen Malereigeschichte werden von Queerness und Popkultur durchwandert und idealtypische Körperbilder in gleichermaßen gigantischen wie grotesken Skulpturen dekonstruiert. Dabei blickt Eisenman oftmals ironisch, aber immer voll Empathie auf die Misere des menschlichen Daseins.

Ausstellungsinfo

Zeitraum

bis

Dauer

ca. 90 Minuten

Kuratiert von

Dr. Monika Bayer-Wermuth

Über die Ausstellung

Eisenman zählt seit den 1990er-Jahren zu den Protagonist:innen der Kunstszene New Yorks und gehört heute zu den einflussreichsten künstlerischen Positionen der Gegenwart. Das Museum Brandhorst zeigt mit einer großen Schau erstmals die gesamte Bandbreite des drei Dekaden umfassenden malerischen und bildhauerischen Werks. Ein Werk, das auf anarchische Art stets vermag, Hommage und zugleich Kritik an seinem eigenen Sujet zu sein, und dessen Relevanz kunsthistorisch und gesellschaftlich, politisch und zutiefst menschlich ist.

 

Bereits Anfang der 1990er-Jahre erlangen Eisenmans Darstellungen lesbischer Figuren in sarkastischen bis bitterbösen Zeichnungen und monumentalen Wandgemälden erste Aufmerksamkeit. Hohe Popularität erfahren die großformatigen, figurativen Malereien seit den 2000er-Jahren, die sich unmittelbar auf Eisenmans Lebensumfeld beziehen und nicht selten das Alltägliche auf ebenso humorvolle wie mitfühlende Weise porträtieren. In den vergangenen Jahren rücken große Skulpturen im öffentlichen Raum in den Mittelpunkt und machen Eisenmans spielerische Auseinandersetzung mit nonkonformer Körperlichkeit für ein breites Publikum sichtbar.

 

Nicole Eisenmans Werk fordert nicht nur dazu auf, die heteronormativ geprägte Kunstgeschichtsschreibung zu überdenken, sondern vermittelt die politisch-gesellschaftliche Entwicklung Amerikas von der Post-Reagan-Ära bis zur Zeit nach Trump durch eine queere Perspektive. Eine Ausstellung des Museums Brandhorst in Kooperation mit der Whitechapel Gallery in London. Kuratiert von Monika Bayer-Wermuth und Mark Godfrey.

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