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Cy Twombly im Museum Brandhorst

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Eduardo Paolozzi

Cyclops

  • MaterialBronze
  • AusgestelltErdgeschoss
  • Copyright© Trustees of the Paolozzi Foundation, Licensed by / VG Bild-Kunst, Bonn 2022. Foto: Tate

Mehr über das Werk

Der Bildhauer Eduardo Paolozzi wurde 1924 als Sohn italienischer Eltern in Schottland geboren. Bereits in seiner Kindheit sammelte er obsessiv Science-Fiction-Magazine, alte Spielsachen und andere Fundstücke – das Material, aus dem sich später sein künstlerisches Œuvre speisen würde. Seine Faszination galt der Populärkultur ebenso wie modernen Maschinen und Technologien. In den mittleren 1950er-Jahren begann Paolozzi eine Serie von Bronzeskulpturen mit eigentümlich strukturierten Oberflächen und seltsam löcherigen Körpern. Durch die Technik des Wachsausschmelzverfahrens sind in ihre „Haut“ zahlreiche Gegenstände eingeprägt, so wie in einer dreidimensionalen, verhärteten Collage. Dafür dienten ihm die Verschleißteile der Nachkriegsgesellschaft: ausrangierte Spielzeuge, defekte Elektrobauteile, Abfall. Paolozzis Bronzen, so auch „Cyclops“, sind gleichermaßen Zeichen der Kriegsverwüstungen wie Abbild eines von Konsumprodukten und Technologie durchdrungenen Alltags. Er blickte neugierig auf diese Veränderungen: Technologie war ihm kein Fremdkörper, sondern ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft und der Menschen.

 

Für Kinder und alle Neugierigen

Hey du, Skulptur aus Bronze – dein Künstler hat dich „Zyklopen“ genannt! Riese, mit nur einem Auge auf der Stirn, bist du wirklich ein Schmied für Donnerkeile und Blitze des Göttervaters Zeus? Wo ist deine Kraft geblieben? Du siehst so mitgenommen aus! Was wir hier sehen, ist ein Maschinenwesen auf langen, staksigen Beinen, eine mittelgroße, fußlose Figur. Anstelle des Auges sitzt ein Rädchen. Der Körper wirkt merkwürdig verknorpelt und unbeholfen. Er scheint leicht zur Seite gekippt, aus dem Gleichgewicht gebracht, und ist dennoch durchdrungen von Technik und Fortschritt. Der Bildhauer Eduardo Paolozzi wurde 1924 als Sohn italienischer Eltern in Schottland geboren. Schon als Kind liebte er Science-Fiction-Magazine, alte Spielsachen und andere Fundstücke – das Material, das er später für seine Kunst verwenden würde. Mitte der 1950er-Jahre begann der Künstler eine Serie von Bronzeskulpturen mit seltsam löcherigen Körpern. Er arbeitete in einer besonderen Technik, dem Wachsausschmelzverfahren. In die „Haut“ der Bronzen sind zahlreiche Gegenstände eingeprägt. Dafür dienten Verschleißteile aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg: ausrangierte Spielzeuge, defekte Elektrobauteile, Abfall. Eduardo Paolozzi blickte neugierig auf die technischen Veränderungen seiner Zeit.

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Weitere Werke

Werk der Künstlerin Tishan Hsu aus der Ausstellung Future Bodies from a Recent Past in München
Tishan Hsu Cordless
Wandarbeit, aus rostartigen Metallelementen, die im Rahmen der Ausstellung 'Future Bodies from a Recent Past' am Museum Brandhorst in München ausgestellt wird.
Melvin Edwards South African Poetry, 1986
Alina Szapocznikow, Pnąca 1959
Alina Szapocznikow Pnąca, 1959
Cy Twombly, THERMOPYLAE (MEUDON), 1992, UAB 466aus der Sammlung Brandhorst
Cy Twombly Thermopylae (Meudon), 1990
Cy Twombly , Untitled (Rome), 1983, UAB 460aus der Sammlung Brandhorst
Cy Twombly Untitled (Rome), 1983