Nose Job, 2014/2015
Informationen zum Kunstwerk
- Übersetzter TitelNasen-OP
- MaterialÖl auf Leinwand
- Maße190,5 x 167,6 cm
- Erwerbsjahr2015
- InventarnummerUAB 922
- AusgestelltAktuell ausgestellt
- Copyright© Amy Sillman. Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Museum Brandhorst, München
Mehr über das Werk
Ehe sie mit 19 Jahren nach New York aufbrach, um Japanisch und später Kunst zu studieren, wuchs Amy Sillman in Chicago auf. In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde sie dort mit den Arbeiten einer losen Gruppe von Künstler:innen aus dem Umfeld der School of the Art Institute of Chicago vertraut, die als Chicago Imagists bekannt waren. Der Einfluss ihres grotesk-surrealistischen, von Comics geprägten Stils ist in Sillmans Malerei ebenso zu sehen wie derjenige von Philip Gustons (1913-1980) figurativen Arbeiten. An Letztere erinnern in „Nose Job” sowohl die Hand als auch die knollige Form zwischen ihren Fingern — möglicherweise die titelgebende Nase. Unter jedem von Sillmans Bildern befinden sich „hundert andere Gemälde”, wie es die Künstlerin selbst ausdrückt. Sie beschreibt ihren Prozess als einen des kontinuierlichen Übermalens, Abkratzens und Rekonstruierens - vielleicht entsteht so ihre eigenwillige Bildsprache, die sich einer Festlegung auf einen bestimmten Stil gleichermaßen entzieht wie einer verbindlichen Deutung der Inhalte. Darauf angesprochen, warum sie trotz des monumentalen Leinwandformats darauf besteht, allein und ohne Assistent:innen zu arbeiten, antwortet sie: „Man kann andere bitten, etwas zu malen, aber nicht, es wieder wegzumalen. Wenn du ein Bild selbst malst, kannst du deinen eigenen Zweifel malen.”