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Cy Twombly

Lepanto III

  • Jahr2001
  • MaterialAcryl, Wachsstift und Grafit auf Leinwand
  • Maße215.9 x 334 cm
  • Erwerbsjahr2001
  • InventarnummerUAB 471
  • AusgestelltObergeschoss

Mehr über das Werk

Das monumentale Werk „Lepanto“ (2001) ist ein Hauptwerk Cy Twomblys, bestehend aus zwölf Bildern, für die – nach Wünschen des Künstlers – dauerhaft ein Saal im Museum Brandhorst eingerichtet wurde. Ungewöhnlich heftige, fast riskante Farbakkorde in einer breiten Palette von Gelb-, Rot-, Türkis- und Aquamarintönen bestimmen die Dramatik der Bildfolge, die eine der  symbolträchtigsten Seeschlachten der Weltgeschichte thematisiert: Am 7. Oktober 1571 besiegte die „Heilige Liga“, eine Allianz aus spanischen, venezianischen und päpstlichen Truppen unter der Leitung von Don Juan de Austria die zahlenmäßig überlegene Flotte der Osmanen bei Lepanto (dem heutigen Nafpaktos) am Golf von Korinth und leitete damit den Niedergang der osmanischen  Vorherrschaft im Mittelmeer ein.

 

Die Bilder sind in abwechselnder Folge von Einzelmotiven und Serien gestaltet. Das erste, vierte, achte und zwölfte Gemälde erscheint wie der Blick auf Bootsrümpfe aus der Vogelperspektive, die durch die Farbigkeit zugleich den Eindruck von Flammen oder Wunden erwecken. In den drei dazwischenliegenden Sequenzen deutet sich die Dramaturgie einer Schlacht an: Von der gespannten

Ruhe vor Beginn der Auseinandersetzung über die Farbexplosionen im Zentrum bis hin zu den rot eingefärbten Tafeln am Ende. Ohne je illustrativ zu werden, zeigt Twombly die Seeschlacht als einen überzeitlichen Konflikt ohne Parteinahme, ohne Festlegung auf Freund oder Feind, Epoche oder Ort.

 

Als Twombly 1985 ein Haus an der Küste von Gaeta, einer kleinen Hafenstadt zwischen Rom und  Neapel, bezog, entdeckte er in seinem Spätwerk die Seefahrt als zentrales Thema seiner Kunst. Seit der Antike wurde der Lebensweg des Menschen immer wieder in Begriffen der Seefahrt reflektiert: hoffnungsvoller Aufbruch, Entdeckungslust, Seesturm, Irrfahrt, Schiffsbruch – in seinem 12-teiligen Schlachtenzyklus greift Twombly das ganze Panorama dieser „Daseinsmetapher“ (Hans Blumenberg) auf. Die unterschiedlichen Stimmungen fügen sich zu einem Sinnbild für das Vergehen der Zeit, für die Reise des Lebens.

 

Erstmals wurden die zwölf Gemälde in diesem Raum auf der Biennale in Venedig 2001 präsentiert, bevor sie für das Museum Brandhorst erworben werden konnten. Der Zyklus ist insofern auch eine groß angelegte Hommage an die venezianische Malerei und die von ihr ausgehende Tradition: Einer spontanen, aus der Farbe entwickelten Malerei, die von Tizian und Tintoretto zu Rubens und Vélasquez schließlich zu William Turner, Claude Monet und der expressiven Malerei des 20. Jahrhunderts führt.

Weitere Sammlungswerke

Damien Hirst E.M.I. 1989 UAB 184
Damien Hirst E.M.I., 1989
Ed Ruscha Not Only Securing the Last Letter But Damaging It as Well (Boss), 1964 UAB 373
Ed Ruscha Not Only Securing the Last Letter But Damaging It as Well (Boss), 1964
Keith Haring 1958–1990 Dog, 1986 UAB 874
Keith Haring Dog, 1986
Cy Twombly Untitled (Rome), 1953/1989 UAB 434
Cy Twombly Untitled (Rome), 1953/1989
Michel Auder Chelsea Girls with Andy Warhol, 1971/1994
Jean-Michel Basquiat Ohne Titel, 1983