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Info
Ausstellung

Cy Twombly im Dialog mit Franz West

Cy Twombly im Dialog mit Franz West Museum Brandhorst München

Der 1928 geborene US-Amerikaner Cy Twombly und der 19 Jahre jüngere Österreicher Franz West: In einer neuen, lose aufeinanderfolgenden Reihe treten Twomblys Werke in anregende Dialoge mit jeweils einer Künstlerposition.

Ausstellungsinfo

Zeitraum

bis

Dauer

ca. 90 Minuten

Über die Ausstellung

CY TWOMBLY IM DIALOG
Das Museum Brandhorst bewahrt die bedeutendste Sammlung von Werken des gebürtigen US-Amerikaners und Wunscheuropäers Cy Twombly. Wie kaum an einem anderen Ort spiegelt sich hier sein vielseitiges Schaffen in einer Fülle von Gemälden, Skulpturen, Arbeiten auf Papier und Fotografien. Mit dem zwölfteiligen Werk „Lepanto“ (2001) bewahrt das Museum eines der Hauptwerke Twomblys, sein „Rosensaal“ hat sich in das Gedächtnis vieler Besucher eingeprägt. In einer neuen, lose aufeinanderfolgenden Reihe treten seine Werke im Obergeschoss in anregende Dialoge mit jeweils einer ausgewählten Künstlerposition.

 

CY TWOMBLY IM DIALOG MIT FRANZ WEST
Der 1928 geborene US-Amerikaner Cy Twombly und der 19 Jahre jüngere Österreicher Franz West: Trotz aller biografischen und geografischen Unterschiede verbindet die beiden Künstler eine große künstlerische Nähe. Bereits auf den ersten Blick fallen ähnlich gestaltete Sockel, filigrane Formen und „linkische“ Linienverläufe ins Auge. Auch die „Stille“ der bevorzugt weißen Bemalung wird gleichermaßen von knallig bunten Farbakzenten konterkariert. Aber auch in ihrer historischen Verortung lassen sich Gemeinsamkeiten finden. Twombly und West antworteten auf eine dominante Vätergeneration – Abstrakter Expressionismus und Wiener Aktionismus – mit einem geradezu dadaistischen Humor. Dabei leitete West in den 1970er-Jahren seine spiralförmigen „Passstücke“ direkt von Twomblys Schleifen- und Kritzelbildern ab: „Wie eine Flaschenpost“, so West im Rückblick, sei ihm Twombly damals erschienen, der „von anderen Umständen und Bedingungen, von einem anderen Selbstverständnis berichtete“ (Franz West, 2009). Im Wechselspiel von Skulptur und Malerei entsteht ein Dialog filigraner Formen, kryptischer Anspielungen, poetischer Sensibilität und vulgärer Expressivität. Die Kunst von Twombly und West wurde erstmals in den von Harald Szeemann kuratierten Skulpturenausstellungen – etwa „Spuren, Skulpturen und Monumente ihrer präzisen Reise“ – in den Jahren 1985/86 gemeinsam präsentiert. Obwohl sich die Künstler erst spät persönlich begegneten, schätzten sie sich gegenseitig außerordentlich.

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