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Dauerausstellung

Cy Twombly im Museum Brandhorst

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Ausstellung

Alexandra Bircken: A–Z

Die Abbildung zeigt die Skulptur mit dem Titel 'RSV 4' (2020) der Künstlerin Alexandra Bircken. Zu sehen ist ein Motorrad, das in der Mitte auseinander geschnitten wurde.

Alexandra Birckens Kunst basiert auf den Prinzipien des Trennens und Verbindens unserer Welt des Innen und Außen. Das Museum Brandhorst widmet der international bedeutenden Bildhauerin ihre bislang umfangreichste Werkschau.

Ausstellungs­info

Zeitraum

bis

Dauer

ca. 90 Minuten

Kuratiert von

Dr. Monika Bayer-Wermuth

Pressemitteilung

Alexandra Bircken: A–Z

Installationsansicht der Ausstellung 'Alexandra Bircken: A-Z' im Museum Brandhorst.
Installationsansicht der Ausstellung 'Alexandra Bircken: A-Z' im Museum Brandhorst.
Installationsansicht der Ausstellung 'Alexandra Bircken: A-Z' im Museum Brandhorst.
Installationsansicht der Ausstellung 'Alexandra Bircken: A-Z' im Museum Brandhorst.
Die Skulptur 'Deine Beine' (2019) besteht aus zwei Schaufenterpuppenbeinen, die angewinkelt an einer Wand sitzen.
Installationsansicht der Ausstellung 'Alexandra Bircken: A-Z' im Museum Brandhorst.
Installationsansicht der Ausstellung 'Alexandra Bircken: A-Z' im Museum Brandhorst.
Installationsansicht der Ausstellung 'Alexandra Bircken: A-Z' im Museum Brandhorst.
Installationsansicht der Ausstellung 'Alexandra Bircken: A-Z' im Museum Brandhorst.
Installationsansicht der Ausstellung 'Alexandra Bircken: A-Z' im Museum Brandhorst.

Über die Ausstellung

Wie stehen wir der uns unmittelbar umgebenden Umwelt gegenüber? Schützen wir uns oder setzen wir uns ihr widerstandslos aus? Sind wir verletzlich oder gerüstet und unangreifbar? Und wie konstituiert sich unser Körper in einer technoiden Zeit, in der er selbst ein archaisches Überbleibsel zu sein scheint? Diese hochaktuellen Fragen spielen eine zentrale Rolle im Werk der 1967 in Köln geborenen Alexandra Bircken.

 

Die in Berlin lebende Künstlerin ist seit 2018 Professorin für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München und bekannt für ihre Skulpturen und Installationen, für die sie auf eine ungewöhnliche Bandbreite an Materialien zurückgreift: Von Alltagsgegenständen wie Verpackungen für Haarkolorationen, Schaukelpferden und zersägten Motorrädern über Textilien in Handarbeit und maschinell verarbeiteter Form bis zu organischen Stoffen, etwa Holz, Leder, Knochen oder sogar einer Plazenta – alles uns Umgebende kann zum skulpturalen Medium werden. „Meine Arbeit speist sich aus Beobachtungen menschlichen Lebens und unserer Umgebung. Es geht um unsere Verletzlichkeiten und unsere Mittel des Eigenschutzes. Und um die Leistung, welche die moderne Gesellschaft von uns erwartet und die wir uns selbst abverlangen. Häufig funktionieren wir wie Maschinen“, sagt Bircken. Und so ist es fast immer der menschliche Körper, an dem sich die Objekte ausrichten. Mit seinen komplexen Zuständen, Hüllen und verschiedenen Begehren dient er als zentraler Bezugspunkt in Birckens Werk, das man auch als Beitrag zu einer Medientheorie des Körpers verstehen kann. In thematisch gegliederten Räumen wird die Ausstellung das skulpturale Vokabular Birckens erstmals in vollem Umfang erschließen und Arbeiten aus allen Schaffensperioden in einen Dialog bringen, der den vielschichtigen Aussagen der Künstlerin zu Oberfläche, Körper, Bewegung, Hülle und Haut nachgeht.

 

Für das Museum Brandhorst realisiert die Künstlerin auch neue Arbeiten, unter anderem eine Installation, die sich spezifisch auf die Architektur des Ausstellungsraums bezieht. Bircken ersetzt dafür in einem aufwendigen Prozess die Lüftungsgitter am Boden durch eine große Anzahl präparierter Tierknochen. Für die Realisierung des Projekts kooperiert sie mit Veterinärwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern des Instituts für Tieranatomie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Arbeit widmet sich der Idee von Architektur als Körper, der wie ein Gebäude durch ein Gerüst stabilisiert wird und gleichzeitig das Skelett schützend und bestimmend umhüllt. Knochen wiederum sind selbst in sich geschlossene Körper, die Träger von komplexen Informationen darstellen und viel mehr Wissen transportieren, als an ihrer glatten Oberfläche sichtbar ist. Ebenso weisen sie uns auf etwas Physisches, Selbstverständliches, Hermetisches hin: das Innere des Körpers, aber auch unsere eigene Vergänglichkeit.

 

Andere Exponate sind in der Ausstellung erstmals seit Langem wieder öffentlich zu sehen. Ein Highlight darunter: die 2013 im Pavillon an der Volksbühne Berlin eingerichtete Installation „Lunge“ – eine aufblasbare, rosafarbene, leuchtende Skulptur von mehr als fünf Metern Durchmesser. Sie bläht sich kontinuierlich auf, bis die Museumswände ihr physische Grenzen setzen, um dann wieder langsam in sich zusammenzusacken. Das skulpturale Objekt wird zum atmenden Organ des Museums.

 

Die Ausstellung ist in enger Zusammenarbeit mit Alexandra Bircken entstanden und wird von einem Katalog begleitet, der das Schaffen der Künstlerin erstmals umfassend wissenschaftlich beleuchtet. Im Anschluss reist die Schau an das Centre Régional d’Art Contemporain im französischen Sète.

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„Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers, sie ist unsere Nahtstelle zur Welt.“

Alexandra Bircken

In Kooperation mit