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Portrait von Louis Chude-Sokei
Sprecher:in | Louis Chude-Sokei

Das Begehren der Objekte: Sklaverei und das Sexualleben von Maschinen

Louis Chude-Sokei ist ein Autor und Wissenschaftler, der zum Verhältnis von Technologie und „race“ forscht. Während die westliche Moderne auf einer binären Unterscheidung dieser beiden Konzepte aufbaut – einerseits die rationale, anorganische, industrielle Technologie, andererseits der primitive, hyperorganische und sexuell aufgeladene Schwarze Körper –, entwickelt Chude-Sokei in seinen Texten eine präzise Analyse ihrer parallelen Geschichten und kulturellen Bezüge. Mit Beispielen aus der Populärkultur und Literatur, aber auch anhand neuester technologischer Entwicklungen macht er ihre gemeinsame Geschichte der Verdinglichung sichtbar. Denn erst die Definition von Sklav:innen, Automaten und Robotern als nicht menschlich oder nur nahezu menschlich ermöglicht das weiße Verständnis vom Menschen. Dem setzt er eine kreolische Perspektive der Vermischung entgegen.

Über Louis Chude-Sokei

Louis Chude-Sokei verfasste die preisgekrönten Bücher „The Last ‚Darky‘. Bert Williams, Black-on-Black Minstrelsy, and the African Diaspora“ (2005), „The Sound of Culture. Diaspora and Black Technopoetics“ (2015) und seine in Kürze erscheinenden Memoiren „Floating in a Most Peculiar Way“ (2021, Houghton Mifflin Harcourt). Er lehrt an der Boston University, wo er das African American Studies Program leitet. Chude-Sokei ist Chefredakteur des Magazins „The Black Scholar“ und Gründer des Klangkunst- und Archivprojekts „Echolocution“. Aktuell kuratiert er ein staatlich gefördertes einjähriges Sound-Art-Projekt auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.