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Sturtevant

Warhol Black Marilyn

  • Übersetzter TitelWarhol Schwarze Marilyn
  • Jahr2004
  • MaterialSynthetischer Polymer-Seidensiebdruck auf Leinwand
  • Maße15.9 x 14 cm
  • Erwerbsjahr2016
  • InventarnummerUAB 1057
  • AusgestelltErdgeschoss

Mehr über das Werk

Sturtevant war dafür bekannt, die Werke anderer Künstler zu wiederholen. Damit richtete sie die Bildlogik der Pop Art – existierende Motive zu reproduzieren oder zu vervielfältigen – zurück auf die bildende Kunst. Bereits 1964 wählte sie dafür Werke von Andy Warhol aus: zunächst seine „Flowers“, ab 1965 seine ikonischen „Marilyn“-Darstellungen. Die hier gezeigte „Warhol Black Marilyn“ ist eine späte Reprise aus dem Jahr 2004. Doch Sturtevant ging es nicht um eine detailgetreue Wiederholung; sie wehrte sich gegen den Vorwurf, ihre Bilder seien schlichte Kopien. Damit erschütterte sie konventionelle Vorstellungen von Originalität und Autorschaft, denn was unterscheidet ihre Arbeiten von ihren Vorbildern? Gerade in der hier gezeigten „Marilyn“-Version, für die es bei Warhol keine direkte Vorlage gibt, wird dies deutlich, denn Sturtevant steigert die drastische Wirkung des Motivs. Die Kontur ihres Lippenstifts ist verwischt, das Lächeln gerät zu einer Fratze. Was bei Warhol bereits angelegt war – er begann seine Serie 1962 kurz nach Monroes Tod – wird bei Sturtevant evident: Sie ist ein Bild der Vergänglichkeit.

Aus der Mediathek

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