Inflatable Felix, 2020
Informationen zum Kunstwerk
- Übersetzter TitelAufgeblasener Felix
- MaterialPolyestergewebe, PVC
- Maße1000 x 500 x 500 cm
- Erwerbsjahr2021
- InventarnummerUAB 1205
- AusgestelltAktuell ausgestellt
- Copyright© Mark Leckey. Foto: Sibylle Forster, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Museum Brandhorst, München
Mehr über das Werk
„Ich bin ein Fetischist, und ich fetischisiere Dinge. Ich [...] muss sie besitzen - weil ich spüre, dass sie mich besitzen.” So Mark Leckey, für den „Felix the Cat”, die legendäre Comicfigur der 1920er-Jahre, weit mehr ist als Nostalgie: Sie steht für die Macht der Bilder, ihre Zirkulation und emotionale Aufladung. 1928 wurde ein 3D-Modell von Felix als erstes Bild überhaupt im Fernsehen ausgestrahlt - ein ikonischer Moment an der Schwelle zur globalen Mediengesellschaft. Mit „Inflatable Felix” adaptiert Leckey die Figur als Überlebensgroßes, aufblasbares Objekt und reiht sich damit in eine Tradition ein, die bis zu den Katzenmemes unserer Gegenwart reicht. Von „Grumpy Cat” bis „Lil Bub” - kaum ein Motiv hat das Internet so nachhaltig geprägt wie die Katze. Für Leckey ist Felix eine Art Ur-Meme: eine Figur, die Popkultur, Technologiegeschichte und kollektive Projektionen verbindet. Er selbst versteht Felix als quasi göttliche Kraft: als Agent und Allegorie für die Aufsplitterung der Mainstreamkultur in unendliche Nischen des Begehrens. Seine wiederholte künstlerische Rückkehr zu Felix zeigt, wie eng globale Medienereignisse, Internetkultur und persönliche Mythen verflochten sind.