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Themenwelt

Konsumkultur

Unsere Gesellschaft ist in vielen Bereichen vom Warenkonsum geprägt. Doch was hat das mit Kunst zu tun? Auch Künstler:innen schaffen in ihren Werken Bezüge zur Werbung und Warenwelt. Und was passiert, wenn Kunst selbst zum Konsumobjekt von Künstler:innen wird?

Welche Alltagsbilder sprechen dich auf der Straße an?

Die Alltags- und Populärkultur ist seit Jahrhunderten ein zentrales Thema in der Kunst. Alltagssituationen werden festgehalten und hinterfragt. Neue Gegenstände, Symbole, Innovationen, sichtbare Veränderungen des Alltagslebens schleichen sich wiederum in die Köpfe der Künstler:innen ein. Somit entstehen Werke, die sich mit öffentlichen Bildern und den Besonderheiten des Alltags auseinandersetzen: Formen der Gemeinschaft, Werbung, Gebrauchsgegenstände, unser Konsum und vieles mehr. Welche Bestandteile des Alltags würdest du in einem Kunstwerk aufgreifen?

Kunstwerk Factory

Kunstwerk Lucy McKenzie, Rebecca, 2019

Im Zentrum dieses Bildes steht eine gemalte Schaufensterpuppe. Sie befindet sich in einem Innenraum mit speziell entworfenen Objekten: marmornen, hölzernen und seidigen Materialien, einem Buch über das dramatische Inszenieren von Mode und einem Stadtplan von Glasgow, dem Geburtsort Lucy McKenzies, der zur Tapete wird.

Kunstwerk Factory

Kunstwerk Andy Warhol, One Dollar Bill (Front), 1962

Andy Warhols erste Siebdrucke, die Anfang 1962 entstanden, nahmen die Vorder- und Rückseiten von Ein- und Zwei-Dollar-Scheinen als Motiv. In dieser Version druckt der Künstler die Vorderseite eines selbst gezeichneten Ein-Dollar-Scheins auf die Leinwand. Mit verdünnter Wasserfarbe färbt er den Hintergrund grün, und mit blutroter Farbe bekleckst er das Hauptmotiv.

Kunstwerk Factory

Kunstwerk Andy Warhol, Triple Elvis, 1963

Elvis Presley war Sänger und Schauspieler und lange Zeit ein Star! Er schlüpfte für den Film „Flammender Stern“ (1960) in die Rolle eines „Gangsters“. Ein Standbild daraus ist Grundlage für das Kunstwerk. Gleich dreimal ist der Hauptdarsteller auf der silberfarbenen Leinwand zu sehen: breitbeinig mit erhobener Pistole, direkt die Betrachter:innen anvisierend. Die serienhafte Wiederholung erreicht Warhol durch die Siebdrucktechnik. Sie wird ein echtes Alleinstellungsmerkmal für den Künstler.

Pop Art – nur frech, jung und lustig?

Pop Art steht für populäre Kunst und bedeutet so etwas wie „Kunst für alle“. Pop Art begann in den 1950er-Jahren in den USA und Westeuropa und basierte auf einfachen, eindrucksvollen Bildern von Alltagsgegenständen wie Suppendosen. Künstler:innen schufen bunte Bilder von Labels und Verpackungen von Konsumgütern, von Fotos von Berühmtheiten und Comics. Pop Art war mindestens so sehr ein Lebensstil wie eine Kunstbewegung – sie war jung, frech und lustig! Ihre Motive und Darstellungsweisen streckten dem allzu ernsten Bildungsbürgertum quasi die Zunge heraus. Aber sie hatte auch ihre dunklen Seiten.

Kunstwerk Factory

Kunstwerk Andy Warhol, One Dollar Bill (Front), 1962

Andy Warhols erste Siebdrucke, die Anfang 1962 entstanden, nahmen die Vorder- und Rückseiten von Ein- und Zwei-Dollar-Scheinen als Motiv. In dieser Version druckt der Künstler die Vorderseite eines selbst gezeichneten Ein-Dollar-Scheins auf die Leinwand. Mit verdünnter Wasserfarbe färbt er den Hintergrund grün, und mit blutroter Farbe bekleckst er das Hauptmotiv.

Kunstwerk Factory

Kunstwerk Andy Warhol, Triple Elvis, 1963

Elvis Presley war Sänger und Schauspieler und lange Zeit ein Star! Er schlüpfte für den Film „Flammender Stern“ (1960) in die Rolle eines „Gangsters“. Ein Standbild daraus ist Grundlage für das Kunstwerk. Gleich dreimal ist der Hauptdarsteller auf der silberfarbenen Leinwand zu sehen: breitbeinig mit erhobener Pistole, direkt die Betrachter:innen anvisierend. Die serienhafte Wiederholung erreicht Warhol durch die Siebdrucktechnik. Sie wird ein echtes Alleinstellungsmerkmal für den Künstler.

Kunstwerk Factory

Kunstwerk Cady Noland, Tanya as a Bandit, 1989

Fast lebensgroß überträgt die Künstlerin Cady Noland ein Foto einer jungen Frau mittels Siebdruck auf einen Aluminiumaufsteller. In den Händen ein Maschinengewehr haltend, stellt sich die Figur uns in den Weg. Das Foto stammt aus einer Zeitung, die Bildunterschrift wird zum Sockel.

Ist es noch zeitgemäß, sich immer die neuesten Produkte zu wünschen?

Was brauchen wir, was wollen wir und was macht uns glücklich? Hast du manchmal das Gefühl, dass du dieses neue Handy, Buch oder Spiel unbedingt haben musst? Warum kommen Dinge wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, faire Arbeitsbedingungen gerade in Mode? Und können unsere Entscheidungen, auf etwas zu verzichten, größere Auswirkungen haben?

Künstler:in Factory

Künstler:in Seth Price

wurde 1973 in Ostjerusalem, einem von Palästina und Israel beanspruchten Stadtteil von Jerusalem, geboren.

Künstler:in Factory

Künstler:in Alexandra Bircken

wurde 1967 in Köln geboren.

Künstler:in Factory

Künstler:in Cady Noland

wurde 1956 in Washington, D.C., in den Vereinigten Staaten geboren.

Konsumierst du nur oder produzierst du auch?

Bist du ständig online und möchtest, dass deine eigenen Beiträge von anderen gesehen und kommentiert werden? „Surfe nicht nur im Internet, sei selbst im Internet!“ Ein solcher Spruch könnte aus den 1960er-Jahren stammen, als die Pop Art in der Kunstwelt für Aufruhr sorgte. Nur dass es damals noch kein Internet gab, und sich Künstler:innen mit Massenmedien wie Fernsehen, Film, Radio oder Zeitungen auseinandersetzten. Andy Warhol sagte voraus, dass in Zukunft jede:r für 15 Minuten weltberühmt sein könnte. Glaubst du, dass das heute möglich ist? Oder ist es mit TikTok oder Instagram bereits passiert?

Künstler:in Factory

Künstler:in Cady Noland

wurde 1956 in Washington, D.C., in den Vereinigten Staaten geboren.

Kunstwerk Factory

Kunstwerk Louise Lawler, Plexi (adjusted to fit), 2010/2011

Jede der fotografierten Schachteln ist mit einer Plexiglashülle versehen und wird damit vor möglichem Zugriff geschützt. Louise Lawlers Fotografie von Verpackungen wird als Tapete im Museum aufgebracht und dabei den Proportionen der jeweiligen Wand angepasst, auf der sie zu sehen ist. Die daraus resultierende Verzerrung des Bildes lenkt den Fokus nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf den Raum. Die Fotografie zeigt somit, was wir beim Betrachten von Bildern meist außer Acht lassen: die Wand und damit den Rahmen, in dem Kunst präsentiert wird.

Künstler:in Factory

Künstler:in Andy Warhol

wurde 1928 in Pittsburgh in Pennsylvania in den Vereinigten Staaten geboren und starb 1987 in New York.

Wärst du gerne einen Tag lang weltberühmt?

Seit den 1980er-Jahren sprechen die Medien von „Superstars“, wenn es um Berühmtheiten von globaler Bedeutung und universaler Attraktivität geht. Der Begriff wird aber nicht nur für „Celebrities“ aus den Bereichen Film, Musik und Mode verwendet, sondern auch für Künstler:innen. Andy Warhol, Jeff Koons, Damien Hirst und viele andere haben das Phänomen des Superstars in geschickte künstlerische Strategien verwandelt – was hältst du davon?

Kunstwerk Factory

Kunstwerk Andy Warhol, Triple Elvis, 1963

Elvis Presley war Sänger und Schauspieler und lange Zeit ein Star! Er schlüpfte für den Film „Flammender Stern“ (1960) in die Rolle eines „Gangsters“. Ein Standbild daraus ist Grundlage für das Kunstwerk. Gleich dreimal ist der Hauptdarsteller auf der silberfarbenen Leinwand zu sehen: breitbeinig mit erhobener Pistole, direkt die Betrachter:innen anvisierend. Die serienhafte Wiederholung erreicht Warhol durch die Siebdrucktechnik. Sie wird ein echtes Alleinstellungsmerkmal für den Künstler.

Künstler:in Factory

Künstler:in Andy Warhol

wurde 1928 in Pittsburgh in Pennsylvania in den Vereinigten Staaten geboren und starb 1987 in New York.

Kunstwerk Factory

Kunstwerk Louise Lawler, Plexi (adjusted to fit), 2010/2011

Jede der fotografierten Schachteln ist mit einer Plexiglashülle versehen und wird damit vor möglichem Zugriff geschützt. Louise Lawlers Fotografie von Verpackungen wird als Tapete im Museum aufgebracht und dabei den Proportionen der jeweiligen Wand angepasst, auf der sie zu sehen ist. Die daraus resultierende Verzerrung des Bildes lenkt den Fokus nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf den Raum. Die Fotografie zeigt somit, was wir beim Betrachten von Bildern meist außer Acht lassen: die Wand und damit den Rahmen, in dem Kunst präsentiert wird.