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Sammlung Brandhorst – Lawler, Twombly, Warhol

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Museum Brandhorst
Theresienstraße 35A 80333 München
Lepanto-Saal von Cy Twombly im Museum Brandhorst, München: 12-teiliger Gemäldezyklus in einem halbrunden Raum
Panel

Cy Twomblys Lepanto-Zyklus: 1571 – 2001 – 2021

  • SpracheEnglisch
  • Uhrzeit19:00 bis 20:30 Uhr
  • Dauer90 Minuten
  • AnmeldungDie Anmeldung erfolgt über München Ticket.

Beschreibung

Zum 450. Jahrestag der historischen „Schlacht von Lepanto“ werfen wir einen kritischen Blick auf eines der Hauptwerke des Museums Brandhorst: Was vermag der 12-teilige Gemälde-Zyklus „Lepanto" von Cy Twombly zur Deutung des politisch aufgeladenen Ereignisses zu sagen?

 

Der Sieg der sogenannten „Heiligen Liga" zwischen Venedig, Papst Pius V. und Spanien über das Osmanische Reich am 7. Oktober 1571 wurde seither als propagandistisches Ereignis von unterschiedlichen Parteien in Europa mythisch überhöht: Zunächst in der gegenreformatorischen Rhetorik gegen die „Ungläubigen", später im Zuge der nationalistischen Bewegungen des 19. Jahrhunderts und im Faschismus und schließlich in den Diskussionen rund um einen „clash of civilisations" in den 1990er-Jahren, die in der Berichterstattung nach den Anschlägen auf das World Trade Center ihre vermeintliche Bestätigung fanden. So stehen viele der Bezugnahmen auf die Schlacht von Lepanto im Dienst einer ideologischen Spaltung: zwischen Westen und Osten, Christentum und Islam, vermeintlicher Vernunft und Fanatismus. Auch in der europäischen Malerei war Lepanto seit Tizian, Veronese und Tintoretto ein beliebtes Motiv. Twomblys Zyklus ist 2001 anlässlich der Biennale in Venedig entstanden – kurz vor den Anschlägen auf das World Trade Center in New York.

 

Unter dem Titel „Lepanto 1571 - 2001 - 2021" findet am 6. Oktober 2021 in Kooperation mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte ein Studientag im Museum Brandhorst statt, um die in Twomblys Gemälde-Zyklus angelegten Konstellationen und Kontexte zu diskutieren. Im öffentlichen Panel-Gespräch um 19 Uhr werden die Erkenntnisse des Tages zur Diskussion gestellt. Die Veranstaltung findet vor den Originalen im Lepanto-Saal des Museums Brandhorst statt.

 

Ziel ist es, gerade aus den Konflikten und überraschenden Querverbindungen neue Perspektiven zu gewinnen. Die Anknüpfungspunkte sind vielfältig: Twomblys Zyklus eignet sich auf ganz besondere Weise dazu, die moderne Kunstgeschichte vor dem Hintergrund aktueller Debatten zu überprüfen: Von Fragen der kulturellen Erinnerung über eine postkoloniale Kritik „primitivistischer" Stilmittel in der Moderne bis hin zu Aspekten kultureller Aneignung.

 

Panelgespräch mit Hannah Baader, Phillip Eckart, Anselm Franke, Gabriele Genge, Achim Hochdörfer, Julia Modes, Stefan Neuner, Benjamin Paul, Bernd Roeck, Maria Stavrinaki, Ursula Ströbele, Gerhard Wolf.

 

Moderation: Ralph Ubl

In Kooperation mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte

 

Einlass: 18:30 Uhr

Ort: Lepanto-Saal

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