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Im Cosmos

Martine Syms: DED

bis
In the film still from the video work 'DED' by Martine Syms, a computer-generated scene: A person jumps with outstretched arms through an endless, empty sky.

In schonungsloser Bildsprache erkundet Martine Syms filmische Arbeit „DED“ (2021) Themen wie Schmerz, Isolation, die Fragilität des Menschseins, aber auch Selbstermächtigung und die Weigerung, im Leiden zu verharren. Als jüngstes Werk der Sammlung Brandhorst wird „DED“ erstmalig im Rahmen der Ausstellung „Long Story Short“ im Medienraum des Museums Brandhorst präsentiert.

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Laufzeit

bis

Ort

Untergeschoss

Kuratiert von

Franziska Linhardt

Die künstlerische Praxis von Martine Syms’ zeichnet sich durch ihre Grenzenlosigkeit aus: In Bewegtbild, Fotografie, Installation, Performance, Software und Publikationen verbindet sie scharfsinnige gesellschaftliche Beobachtungen mit einem ausgeprägten Sinn für Humor. Die in Los Angeles lebende Künstlerin untersucht Darstellungen von Schwarzsein und deren Beziehung zu feministischem und radikalem Denken sowie Vorstellungen des Selbst in einer von Technologien und Digitalität geprägten Wirklichkeit.

 

Syms’ filmische Arbeiten kreisen häufig um digitale Versionen ihrer selbst. In „DED“ erscheint die Künstlerin als digitaler Avatar – basierend auf einem 3D-Scan ihres Körpers –, der in einer endlosen Schleife zwischen Selbstzerstörung, Tod und Wiedergeburt durch eine weite, virtuelle Landschaft wandert. Auf seinem T-Shirt steht in Großbuchstaben „TO HELL WITH MY SUFFERING“ (Zur Hölle mit meinem Leiden).

 

In schonungsloser Bildsprache und begleitet von einem eindringlichen Pop-Soundtrack erkundet „DED“ Themen wie Schmerz, Isolation, die Fragilität des Menschseins, aber auch Selbstermächtigung und die Weigerung, im Leiden zu verharren.

Martine Syms

Martine Syms verbindet in ihrer künstlerischen Praxis konzeptuelle Schärfe mit Humor und gesellschaftlichen Kommentaren. Sie hatte umfangreiche Ausstellungen, darunter im Museum of Modern Art in New York, im Art Institute of Chicago und im Philadelphia Museum of Art gezeigt. Darüber hinaus realisierte sie Auftragsarbeiten für Louis Vuitton, Prada, Nike und Celine. Sie erhielt den Herb Alpert Award, den Creative Capital Award, ein Stipendium von United States Artists, den Tiffany Foundation Award sowie den Future Fields Art Prize und ist 2023 Guggenheim-Stipendiatin. Syms ist Autorin und Regisseurin von „The African Desperate“ (MUBI), der 2022 als Abschlussfilm bei New Directors/New Films lief und 2023 für einen Independent Spirit Award nominiert wurde.

„Meine Filme handeln davon, wie alltägliche Erfahrungen spektakulärer und banaler Gewalt Wahnsinn und Verzweiflung erzeugen. Dort, wo Humor den Schmerz küsst.“

Martine Syms

A dark museum room displays a large video projection showing the back of a person in light clothing with the text “TO HELL WITH MY SUFFERING.” In front, two people sit and stand on round blue seats.
A dark museum room displays a large video projection of a person walking on a bright surface, casting a long shadow. In front are two round blue seats.
A dark museum room features a large video projection of a person kneeling on an open plain. In front, two people sit on round blue seats.
In the film still from the video work 'DED' by Martine Syms, a computer-generated scene: A hand holds a knife in close-up against a neutral-abstract background.

Zugehöriges Kunstwerk

Martine Syms DED, 2021