Zum Hauptinhalt springen
Info
Im Cosmos

Cana Bilir-Meier: Ein neues Wort

bis
Filmstill, A group of people are sitting and standing close together in a room with bookshelves, while one person plays a stringed instrument and another uses a small drum or percussion instruments. Several people are holding smartphones in their hands.

Cana Bilir-Meiers „Ein neues Wort" wird im Rahmen der Ausstellung „Carrying" im Cosmos präsentiert. Die filmische Arbeit nimmt einen Wettbewerb des Westdeutschen Rundfunks von 1970 zum Ausgangspunkt und macht aus über 32 000 Alternativbegriffen für „Gastarbeiter" eine musikalische Wiederaneignung. Der Probeprozess eines Chors bis zur Aufführung untersucht den Umgang mit sprachlichen Zuschreibungen – voller Humor, Trauer und Gemeinschaft.

Info

Laufzeit

bis

Ort

Untergeschoss

Kuratiert von

Franziska Linhardt

Cana Bilir-Meier (*1986) ist Filmemacherin und Künstlerin und lebt in München. Ihre Filme, Performances und Texte widmen sich aus einer oft persönlichen Perspektive den widerständigen und unsichtbaren Aspekten (post)migrantischer Lebensrealitäten und Biografien – und verbinden sie mit Fragen zu Geschichte, Erinnerung und Archiv.

 

Ihre jüngste filmische Arbeit „Ein neues Wort“ (2025) wird im Cosmos präsentiert und wurde von SİNEMA TRANSTOPIA in Berlin beauftragt. Sie knüpft an einen Wettbewerb des Westdeutschen Rundfunks an, der 1970 eine Alternative zum Begriff „Gastarbeiter“ finden wollte und über 32 000 Vorschläge erhielt. Mit einem seit über 40 Jahren bestehenden Münchner Chor, überwiegend aus ehemaligen, aus der Türkei stammenden Arbeitsmigrant:innen, erarbeitete die Künstlerin eine musikalische Auseinandersetzung mit diesen Vorschlägen. Gemeinsam interpretieren sie das traditionelle deutsche Kinderlied „Die Eisenbahn“ neu. Es ist eine Wiederaneignung von Wörtern, die teils offen rassistisch, oft abwertend oder absurd und sinnentleert wirken. Der Probeprozess bis zur Aufführung wird selbst zum Gegenstand des Films – als geteilter und verbindender Umgang mit sprachlichen Zuschreibungen, die verletzen und befremden.