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Kate Newby: anything, anything

bis

Kate Newbys ortsspezifische Arbeit versteht die Transitzone vor dem Museum Brandhorst als einen Ort permanenter Veränderung. Wie eine skulpturale Zeichnung in der Landschaft, widersetzt sich ihre Intervention „anything, anything" dem Monumentalen und Abgeschlossenen und begreift den öffentlichen Raum als Ort verwobener Geschichten, Zeiten und Widersprüche.

Ausstellungs­info

Laufzeit

bis

Ort

Außenraum

Kuratiert von

Franziska Linhardt

Pressemitteilung

Carrying

Über die Ausstellung

Rund 1 000 Ziegel fügen sich in zwei über 80 Meter langen Linien in den Grünstreifen zwischen dem Museumsgebäude und dem Gehweg der „Türkenstraße“ ein. Im Kontext der Ausstellung „Carrying“ eröffnet, ist die Intervention zwölf Monate und somit einen vollständigen Jahreszyklus im öffentlichen Raum erfahrbar.

Vor dem Brennprozess bearbeitete Newby die Ziegel: Spuren, die sie im Großstadtraum beobachtete, übersetzte sie durch Zeichnungen, Aussparungen und Muster in den Ton – teils mit Glasscherben, die untrennbar mit dem Material verschmolzen sind. Gleich kleinen Stücken Landschaft sammeln sich darin nun Regenwasser, Schmutz und vom Wind herangetragene Objekte – Artefakte, die Vergänglichkeit und die soziale Textur des Ortes dokumentieren.

Die Intervention entstand 2024 für die Klosterruine Berlin und findet in München eine neue Form. Auf Walter De Marias Skulptur „Large Red Sphere“ (2002/10) im „Türkentor“ zulaufend, widersteht sie dem Monumentalen und Abgeschlossenen. Entlang der „Türkenstraße“ in den Boden eingebettet, erinnert die Arbeit an Kanalrinnen und verweist auf das nie realisierte Wasserstraßenprojekt des „Türkengrabens“, welcher der Straße ihren Namen gab.

Kate Newby

Kate Newby (*1979 in Auckland) studierte bildende Kunst an der Elam School of Fine Arts und erhielt dort 2015 ihren Doctor of Fine Arts. Sie hatte zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen an Orten wie Melbourne, Mexico City, Brüssel, Los Angeles, Lissabon, Toronto, Wien, London und anderen. Newby unternahm Artist Residencies in Deutschland, Australien, den USA, Mexiko und Kanada, darunter Chinati Foundation (Marfa, 2012), Fogo Island Arts (Kanada, 2012/13) und ISCP (NYC, 2012). 2012 wurde sie mit dem Walters Prize und 2019 mit einem Stipendium der Joan Mitchell Foundation ausgezeichnet. Kate Newby lebt und arbeitet in San Antonio, Texas, USA.

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