„Fümms bö wö tää zää …", so ließ Kurt Schwitters 1921 seine berühmte „Ur sonate" anheben. Sie gilt bis heute als ein Hauptwerk der Lautpoesie, in der die Sprache von jeglichen semantischen Zwängen befreit und mit anarchischer Phantasie in pure Lautlichkeit, zwischen Literatur und Musik, verwandelt wird. Eine der bedeutendsten Schriften zum Thema, „Poesie de mots inconnus“ von 1949, enthält alle bis dahin entstandenen Hauptwerke der Lautpoesie. Versehen auch mit Grafiken Picassos wurde sie im Rahmen der Ausstellung „Picasso Künstlerbücher" gezeigt und war Anlass für einen amüsanten, der Lautpoesie gewidmeten Abend mit dem rezitierenden Lautkünstler Valeri Scherstjanoi und mit einer Filmvorführung von Josef Anton Riedls Musikstück „Papermusic".