Werner Spies, seit fast einem halben Jahrhundert als Kritiker für die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätig, ist zweifellos seit langem der wichtigste kulturelle Vermittler zwischen Frankreich und Deutschland. Er hat sich als Ausstellungskurator und Direktor des Musée national d’art moderne, Centre Georges Pompidou (1997-2000) intensiv um das Œuvre vieler großer Künstler des 20. Jahrhunderts bemüht und diese nicht nur in zahllosen, teilweise epochalen Ausstellungen vergegenwärtigt, sondern auch in einer Fülle von profunden Aufsätzen und Büchern analysiert. Das Gespräch mit Armin Zweite, langjähriger Direktor der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und seit 2008 Direktor der Sammlung Brandhorst, thematisierte die Bedeutung Picassos für die Kunst des 20. Jahrhunderts und lenkte dabei auch den Blick auf das immense graphische Oeuvre, das im Mittelpunkt der Ausstellung im Museum Brandhorst stand. In den Abend führte Carla Schulz-Hoffmann ein, ehem. stellvertretende Generaldirektorin der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.