Museum Brandhorst

Sigmar Polke

Der 1941 in Oels/Niederschlesien geborene deutsche Künstler Sigmar Polke studierte Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Zusammen mit seinen Kollegen Gerhard Richter und Konrad Fischer-Lueg erfand er in den 1960er Jahren den Kapitalistischen Realismus, eine europäische Reaktion auf die amerikanische Pop Art. Der international angesehene Künstler verstarb im Juni 2010.

Polkes selbständiges Werk war geprägt von experimentellen Maltechniken und einem breiten Spektrum künstlerischer Medien. Inhaltlich ging es Polke stets um subversive Formen des Humors, die oft gesellschaftskritisch sind, aber auch von Selbstironie zeugen.
Die Bandbreite künstlerischer Medien und Techniken, die Polkes Werk kennzeichnet, lässt sich anhand der etwa 15 Werke in der Sammlung Brandhorst nachvollziehen. Angefangen bei dem kleinen intimen Format des Ölbildes Goethes Werke von 1963, über das monumentale und kämpferische Liberté, Egalité, Fraternité (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) (1988) bis zum teils gedruckten, teils gemalten Meisterwerk mittleren Formats, Die drei Lügen der Malerei (1994), umspannt die Sammlung Brandhorst Polkes gesamtes Schaffen.

Sigmar Polke | Die drei Lügen der Malerei, 1994 Kunstharz und Lack auf Polyestergewebe, teils bedruckt
		300 x 400 cm Foto: Haydar Koyupinar
		Courtesy Galerie Michael Werner Berlin, Köln, New York
		© The Estate of Sigmar Polke, Cologne / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Sigmar Polke | Die drei Lügen der Malerei, 1994

Kunstharz und Lack auf Polyestergewebe, teils bedruckt
300 x 400 cm

Foto: Haydar Koyupinar
Courtesy Galerie Michael Werner Berlin, Köln, New York
© The Estate of Sigmar Polke, Cologne / VG Bild-Kunst, Bonn 2016