Museum Brandhorst

Robert Gober

Der 1954 geborene amerikanische Objektkünstler Robert Gober lebt und arbeitet in New York. Nach dem Kunststudium in Vermont und Rom konzentrierte sich sein Schaffen auf plastische Arbeiten. Formal an die Pop Art-Skulptur anknüpfend erweiterte Gober deren gesellschaftspolitische Anliegen, ähnlich wie Eric Fischl in der Malerei, um unheimliche, unerklärliche und subtil-bedrohliche Facetten. Seine in den frühen 1990er Jahren einsetzende internationale Karriere gipfelte bald in der Teilnahme an der documenta in Kassel (1992) und in einem Beitrag für die Biennale in Venedig (2001). Das Werk Gobers umkreist die Gegenstände des amerikanischen Alltags. Um sie wieder in das Bewusstsein des Betrachters zu rücken, entfremdet er sie durch Vergrößerung, offensichtlichen Entzug ihrer Funktionen oder Ironisierung. 

All diese Mechanismen lassen sich an den Werken der Sammlung Brandhorst studieren. Dabei wird ein zentrales Motiv von Gobers Schaffen, der Abfluss (engl. drain) gleich in mehreren Werken aufgegriffen: Der Künstler verwendet ihn mal als Metapher für den gesellschaftlichen Überfluss, mal als Sinnbild für die moderne Informationsflut oder den Gefühlsüberschwang.

Robert Gober | Untitled Leg, 1990 Wachs, Baumwolle, Holz, Leder, menschliches Haar
		14,5 x 52,9 x 31,9 cm Foto: Haydar Koyupinar
		© Robert Gober

Robert Gober | Untitled Leg, 1990

Wachs, Baumwolle, Holz, Leder, menschliches Haar
14,5 x 52,9 x 31,9 cm

Foto: Haydar Koyupinar
© Robert Gober