Museum Brandhorst

Mario Merz

Der 1925 in Mailand geborene Autodidakt Mario Merz gilt als einer der Hauptvertreter der Arte Povera, einer von Italien ausgehenden Kunstrichtung, die auf Konzeptkunst, Land Art, Informel und die Art Brut Bezug nahm. Bis zu seinem Tod 2003 lebte und arbeitete er in Turin. Sein Markenzeichen wurde das Iglu, das ein existentielles Menschheitsthema aufgreift und dessen Grundform Merz mit ganz unterschiedlichen Materialien variierte. Ein anderes Interesse galt der Verwendung von Neonlicht, das er oft als zivilisatorischen Antipoden mit Fundstücken aus der Natur in Kontrast setzte.

Mit dem Iglu „Mai alzato pietra su pietra“ (1968) und den Objekten „Senza titolo“ (1969), „Pittore in Africa“ (1982) und „Numeric in colonna“ (1986) verfügt die Sammlung Brandhorst über einen ebenso repräsentativen wie qualitätvollen Querschnitt durch das Schaffen von Mario Merz. Erweitert wird dieser Einblick in das Werk des italienischen Künstlers durch ein frühes Gemälde und mehrere Arbeiten auf Papier aus unterschiedlichen Werkphasen.

Mario Merz | Mai Alzato Pietra Su Pietra, 1968 Iglu-Halbkugelstruktur aus Eisenrohren, Netz, Stoff, Neon-SchriftHöhe: 100 cm, Durchmesser: 200 cm Foto: Sibylle Forster© VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Mario Merz | Mai Alzato Pietra Su Pietra, 1968

Iglu-Halbkugelstruktur aus Eisenrohren, Netz, Stoff, Neon-Schrift
Höhe: 100 cm, Durchmesser: 200 cm

Foto: Sibylle Forster
© VG Bild-Kunst, Bonn 2013