Museum Brandhorst

Jean-Michel Basquiat

Gerade einmal 27 Jahre alt war der 1960 in New York geborene Maler, Zeichner und Bildhauer Jean-Michel Basquiat als er starb. Selbst aus einer bürgerlichen Einwandererfamilie stammend, autodidaktisch geschult, interessierte er sich früh für Randformen der Kunst wie Graffiti und Comics sowie für afrikanische, europäische und mittelamerikanische Kulturen, deren Bildsprachen in seine Werke einflossen. Von großer Bedeutung für seine Kunst und seine Entwicklung war die Begegnung mit Andy Warhol 1983, die zu Freundschaft, gegenseitiger Bewunderung und gemeinsamen Kunstprojekten führte.

Durch den frühen Tod von Basquiat ist sein Gesamtwerk vergleichsweise klein. Die beiden Gemälde der Sammlung Brandhorst vermitteln exemplarisch einen Eindruck seines Malstils. In dem Triptychon „Untitled“ (1983) verbindet der Künstler auf kühne Weise die Bildsprache von Straßengraffiti mit Namen und Stichworten aus der klassischen Antike sowie dem für die christliche Kunst typischen dreiteiligen Bildformat. 

Jean-Michel Basquiat | Zwei Köpfe II, 1983 Acryl und Ölstift auf Leinwand
		213,4 x 213,4 cm Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen
		© VG Bild-Kunst, Bonn 2009

Jean-Michel Basquiat | Zwei Köpfe II, 1983

Acryl und Ölstift auf Leinwand
213,4 x 213,4 cm

Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen
© VG Bild-Kunst, Bonn 2009