Museum Brandhorst

Damien Hirst

Kaum ein anderer Gegenwartskünstler genießt soviel internationale Aufmerksamkeit und finanziellen Erfolg wie der 1965 in Bristol geborene Damien Hirst. Er zählt zur Gruppe der Young British Artists, die die Produktionsformen von Kunst ebenso gründlich beherrschen wie sie sich ihrer Vertriebsformen auf selbstverständliche Weise bedienen. Mit in Formaldehyd konservierten Tierleibern, provokativ eingerichteten Käfigen, Kabinen und Schaukästen zog Hirst schnell Kritik und Anerkennung an. Seine Werke zielen in oft ironischer Weise darauf ab, den Betrachter mit existentiellen Themen wie Tod und Vergänglichkeit, Sexualität und Liebe zu konfrontieren und regen zur Reflektion an. Hirst arbeitet und lebt in London.

Mit den Objekten „E.M.I.“ (1989), „Looking Forward to a Complete Suppression of Pain“ (1994), „Waste“ (1994), „Hymn“ (2000) und „In This Terrible Moment“ (2002) befinden sich vor allem Werke Hirsts in der Sammlung Brandhorst, die sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der modernen Medizin auseinandersetzen. Besonders eindrücklich ist die Monumentalplastik Hymn, die auf die lange Tradition anatomischer Darstellungen des menschlichen Körpers seit dem Spätmittelalter zurückgreift, hier aber das traditionelle Studienmodell des Arztes zu einer gigantischen Bronzeskulptur überhöht, die seine lehrhafte Funktion auflöst.

Damien Hirst | Waste, 1994 2 Vitrinen: Glas, Stahl, Holz und medizinischer Abfall, 2-tlg.
		je: 152,4 x 213,4 x 106,7 cm © Damien Hirst. All rights reserved / VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Damien Hirst | Waste, 1994

2 Vitrinen: Glas, Stahl, Holz und medizinischer Abfall, 2-tlg.
je: 152,4 x 213,4 x 106,7 cm

© Damien Hirst. All rights reserved / VG Bild-Kunst, Bonn 2013