Museum Brandhorst

Bruce Nauman

Der 1941 in Fort Wayne im US-Bundesstaat Indiana geborene Bruce Nauman ist einer der vielseitigsten Künstler der vergangenen fünfzig Jahre und gehört zu jenen, die sich nur schwer in künstlerische Kategorien einordnen lassen. Er studierte nicht nur Kunst, sondern auch Naturwissenschaften. Technisch beherrscht er die Malerei und das Zeichnen ebenso wie die Bildhauerei und neuere Medien. Häufig setzt er auf Provokation, spielt aber auch mit stilleren konzeptualistischen oder interdisziplinären Bezügen. Wie kaum ein anderer hat Nauman in seiner bisherigen Arbeit die Themen und Ausdrucksmöglichkeiten der Kunst und damit den Kunstbegriff selbst erweitert.

Zentrales Thema der Arbeiten von Bruce Nauman in der Sammlung Brandhorst ist die zwischenmenschliche Begegnung in ihrer psychologischen und physiologischen Dynamik. Der Künstler erkundet auf Papier („Big Welcome"; 1985, „All Thumbs", 1996), in Gips („All Thumbs", 1996) oder Wachs („Two Heads on Base",1989), in einer Videoinszenierung („Violent Incident"; 1986), welche Funktion bei solchen Aufeinandertreffen dem Körper und einzelnen Körperteilen wie Händen oder Köpfen zukommen kann, welche Rolle Gewalt oder Sexualität dabei spielen. In der Neon-Plastik „Mean Clown Welcome" (1985), einem Hauptwerk, treibt Nauman diese Themen bis zum Äußersten.

Bruce Nauman | Mean Clown Welcome, 1985 Neon-Installation, Glas, Alu, verschiedene Leuchtstoffröhren, 183 x 208 x 29 cm Foto: Haydar Koyupinar© VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Bruce Nauman | Mean Clown Welcome, 1985

Neon-Installation, Glas, Alu, verschiedene Leuchtstoffröhren, 183 x 208 x 29 cm

Foto: Haydar Koyupinar
© VG Bild-Kunst, Bonn 2013