UNTERGESCHOSS
Im Medienraum (Saal -1,2) läuft im Moment die Videoarbeit »Long Sorrow« (2005) von Anri Sala.
Der im Englischen so poetisch klingende Titel dieses Films bezieht sich auf das im Volksmund "Langer Jammer" genannte längste zusammenhängende Hochhaus in Deutschland im Märkischen Viertel Berlins. Bilder und Musik verbinden sich zu einer poetisch-traurigen Stimmung. Sala hat dieses Werk ein »Requiem für das Ende der Träume« genannt.
Die Arbeit des albanischen Filmkünstlers Sala, der in Berlin und Paris lebt, war 2005 für den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst nominiert.
Im Videoraum sind die Arbeiten »Imperfect Enjoyment« (2005) sowie »Frühlingserwachen | Spring Awakening« (2008) der Künstlerin Almut Determeyer zu sehen.
In ihren animierten Kurzfilmen thematisiert Determeyer Verwandlungen innerer wie äußerlicher Art. In vibrierenden Strichzeichnungen, unterlegt mit Musik oder minimalistischen Tönen, schafft sie Figuren, die im Aufeinandertreffen mit anderen auf manchmal überraschende Weise reagieren. Determeyer studierte an den Akademien in Nürnberg und Hamburg und war 2006 Stipendiatin der Villa Massimo in Rom.
ERDGESCHOSS
Das großformatige Gemälde »City Landscape« von 1995, ein Hauptwerk von Alex Katz, ist ein Geschenk des Künstlers an die Udo und Anette Brandhorst Stiftung und ist nun für längere Zeit neben einer Auswahl anderer Werke des Künstlers im Erdgeschoss zu sehen.
Anlässlich der Retrospektive »Arnulf Rainer. Der Übermaler« in der Alten Pinakothek zeigt die Sammlung Brandhorst in Raum 0.7 Arbeiten dieses Künstlers aus den eigenen Beständen: eine monochrome Übermalung aus den 1950er Jahren, ein »Stufenkreuz« (1968) sowie eine Anfang der 1980er Jahre entstandene Fingermalerei (»Schlag-Ruf«, 1982) und die gestische Zeichnung »Schwung« (1960).
Rainers Arbeiten werden zusammen mit Werken der österreichischen Künstler Hermann Nitsch und Franz West gezeigt.