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PRESSESTIMMENPressestimmen

„Die auratische Kunst, behauptete einst Walter Benjamin, verschwindet im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit. Cy Twomblys Arbeiten sind der Beweis, dass diese These nicht stimmt. (…) Was auf den ersten Blick verblüfft, wenn man das rauschhafte, expressiv farbentrunkene, überdimensionierte malerische Spätwerk Twomblys im Obergeschoss des Museums vor Augen hat, ist die Intimität, das Scheue dieser kleinformatigen Foto-Studien.“
Gabriele Mayer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Was für eine Schönheit! Da tanzt die Kamera um die Blumen als wäre sie trunken von deren Anmut. Umkreist die prallen Tulpen von allen Seiten, guckt in ihre Blüten und kann ihr Gegenüber doch nicht fassen. (…) Ist das nicht zu schön? Wenn jetzt das Museum Brandhorst in München zum ersten Mal eine Museumsausstellung einzig und allein den Fotografien von Cy Twombly widmet […] wird wohl manchem Betrachter dieser Gedanke durch den Kopf schießen. Schließlich stand hier jemand vor der Kamera, der viele Jahre lang wilde Kritzeleien, seltsame Zeichen und störrische Linien so ungestüm über die Leinwand gejagt hat.“
Laura Weissmüller, Süddeutsche Zeitung

„Man taucht hinab in eine helle Welt von betörender Schönheit. Sie ist schlicht und irisierend, von Licht durchflutet und doch eigenartig matt. Sie duftet sozusagen vom hellen Licht des Südens. Langsam und leise, meint man zu spüren, ist diese Welt, leicht lethargisch, von einer trunken lasziven Erotik. Man scheut sich hier etwas anzufassen. Kaum wagt man das Zarte auch nur zart zu berühren. Schon intensives Schauen erscheint obszön, wobei man doch in einer Ausstellung nichts anderes tut. Eine in verhaltener Glut ersterbende Welt ist es, melancholisch, von einer lichten Schönheit.“
Peter Michalzik, Frankfurter Rundschau

„Die Münchener Ausstellung mit 102 Photos von Cy Twombly war sinnlich und zugleich sehr durchdacht aufgebaut: Hierüber vergaß man gerne, dass sie zwar einen Querschnitt, aber keinen Überblick über Twomblys Photographien bot.“ „Die Ausstellung bot ein unvergleichliches Seherlebnis, das in der heutigen Kunstlandschaft in seiner anachronistischen, verinnerlichten Form einzigartig dasteht. Die photographischen Drucke von Twombly sind dem Blick des Orpheus zurück auf Eurydike vergleichbar: sie vereinen die Trauer über das Entschwindende und die Feier des Gerade-noch-Festhaltens verglimmender Schönheit.“
Thierry Greub, Kunstchronik Nr. 64

„Als Maler hinterließ Cy Twombly grafische Spuren auf Papier und Leinwand. Diese Flüchtigkeit des Augenblicks vermitteln auch seine Fotografien. „Lichtschriften“ hat Hubertus von Amelunxen sie treffend in seinem einführenden Essay in dem Katalogbuch zur Ausstellung im Münchner Museum Brandhorst genannt.“
Cornelia Gockel, ART - Das Kunstmagazin

„Eine sehr feinsinnige Schau im Münchner Museum Brandhorst zeigt nun die eher unbekannte Seite seiner Kunst und präsentiert erstmals in Deutschland 120 seiner Fotografien, entstanden in einem Zeitraum von 60 Jahren.“
Thomas Senne, Die Rheinpfalz