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Riverside 2 01
© VG Bild-Kunst, Bonn 2012

DAVID CLAERBOUT: RIVERSIDEDavid Claerbout: Riverside

seit Januar 2012

Die jüngste Neuerwerbung der Sammlung Brandhorst im Bereich der Neuen Medien ist die Arbeit „Riverside“ des Belgiers David Claerbout (*1969). In zwei parallel verlaufenden Erzählungen irren ein Mann und eine Frau durch die gleiche Landschaft, ohne sich jemals zu begegnen. Über die Tonspur, die für jede der beiden Handlungen anders ist, erreicht Claerbout beim Betrachter, dass er sich seiner eigenen Wahrnehmung bewusst wird, die der Künstler wie folgt beschreibt: „Ausgelöst … werden diese kleinen Odysseen durch eine fast unmerkliche Sinneseigenschaft, mit der ich etwas über das Fehlen einer einheitlichen Wahrnehmung und die Trennung dieser beiden Filme zu sagen versuche.“ Die Arbeit sucht folglich nach einem zeitgenössischen Ausdruck für die in der Moderne zentrale Erfahrung, dass nicht nur eine Realität existiert. Claerbout erreicht mit der betonten Langsamkeit seiner Erzählung und der dadurch entstehenden Konzentration auf visuelle und akustische Details beim Betrachter ein erneutes Bewusstwerden dieser subjektiven Sicht auf die Welt.