
01.08.2011-29.02.2012
Die Neueinrichtung der Kabinette im Untergeschoss des Museums nach der erfolgreichen Ausstellung „Cy Twombly. Photographien 1951-2010“ gab uns Gelegenheit, neue Arbeiten von Dan Flavin und Mike Kelley zu präsentieren.
Die Zusammenschau war bewusst spannungsreich gewählt, denn während Flavin mit seinen industriell genormten Leuchtstoffröhren klare, psychologisch indifferente und gegenständliche „Bild-Objekte“ schafft, zielt Kelley grundsätzlich auf das Gegenteil: das Jonglieren mit Gattungen, Stilen und Motiven, das Spielen mit Hoch- und Popkultur. Im Überlagern von Bedeutungen und dem Aufeinanderprallen von scheinbar Unvereinbarem greift Kelley auf surrealistische Verfahrensweisen zurück, die das Tiefgründige, Verborgene aufzuwirbeln suchten.
Diese Verfahren wirken auch auf den Besucher: Bei Flavin ist der Mensch nicht nur aktiv und physisch in das Werk eingebunden, sondern erst in ihrer Betrachtung werden die eingeschalteten Leuchtstoffröhren zu Kunst. Kelleys Werke hingegen existieren weitgehend unabhängig vom Betrachter und der Art ihrer Präsentation.